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Skate the Ring 10.0

 

Gestern, 25.08.2019, war es wieder soweit! Der Salzburgring rief zum 10. Mal zu 50 km Skirollern auf dem schwarzen Eis. Für mich war es, nach 2018, die 2. Teilnahme. Im letzten Jahr wurde „Skate The Ring“ erstmalig rein in der klassischen Technik durchgeführt und für das gestrige Rennen gab es eine Sonderwertung, ohne Altersklassen, für die klassische Technik. Der Startliste war zu entnehmen, dass sich 6 Sportler dafür angemeldet haben. Neben mir war es Thomas Schwarz, Stefan Praher und Bernhard Steffner in meiner Altersklasse (AK3), sowie Felix Kappelsberger und Florian Plieschnegger, 2 junge Burschen (21 u. 19 Jahre alt) vom Austria Skimarathon Team. Da alle 6 schon im letzten Jahr mit dabei waren, konnte ich mir für die kommenden 51 km eine Taktik zurechtlegen, wie der Verlauf des Rennens eventuell gestaltet werden könnte. Mit Markus hatte ich schon abgesprochen, als wir anfangs noch alleine auf der Startliste standen, dass wir auf alle Fälle wieder, wie im letzten Jahr, gemeinsame Sache machen werden. ☺ 

Das Wetter im Internet versprach, schon eine Woche vor dem Start, Sonnenschein bei 28°C.☺ Je näher es dem 25.08. kam, umso weniger Grad wurden angezeigt, umso mehr Wolken kamen dazu und am Samstag waren sogar erstmals Regentropfen, um 14 Uhr, auf der Wetterkarte zu sehen.  ☹ Aber im Netz ist es ja die Theorie, live wird es sicher anders, schöner und besser werden!! ☺ PUSTEKUCHEN!!!!                                      Aber ich fange wieder mal von vorne an.

Wir, meine Frau Heidi, meine Stieftochter Sarah mit ihrem Freund David und ich, also mein Betreuerteam und ich, nutzten diesen Wettkampf für einen (stressigen) Tagesausflug. Um 8 Uhr in Günzburg gestartet, haben wir unsere beiden Youngsters um 9:30 Uhr in München abgeholt und sind dann, nach einem kurzen „Spätfrühstück-Zwischenstopp“, direkt zum Salzburgring gefahren. Dort angekommen habe ich mein ganzes Equipment aus dem Bus genommen und wir sind in die Boxengasse gegangen um meine Nummer (310) abzuholen. Neben der Nummer gab es noch den Zeitnahme-Chip und ein kleines Päckchen Suppennudeln. Es war sehr warm, teilweise „brannte“ die Sonne richtig aber es waren auch viele Wolken, mitunter dunklere, zu sehen. Ich zog mich erstmal um und fuhr ein paar Meter die Boxengasse entlang. Es dauerte nicht lange, bis um 13:45 die ersten Starts für die Schüler los gingen. Alle Starts verliefen ohne sichtliche Schwierigkeiten.      Dann, um 14 Uhr, stellten wir uns an den Start und schon fing es leicht zum Tröpfeln an. Ein Drehbuch hätte es nicht pünktlicher schreiben können. Für mich reichten die Regentropfen schon, dass ich Heidi meine Sonnenbrille gab, da diese sowieso nur noch stören würde.                                                                        Der Starter löste um 14:05 den Startschuss und das komplette Feld schob die ersten 50 m im Doppelstock, bevor geskatet werden durfte. Mein Roller ging gut mit und die Strecke war trocken. Allerdings nach weiteren 50 Metern schüttete es plötzlich was runterging. Auf der Piste stand das Wasser und dementsprechend langsamer und schwieriger wurde das Schieben. Die Hoffnung, dass es vielleicht nur auf einem Teil des Rundkurses regnete, hielt nur kurz, da die kompletten 4225 Meter unter Wasser standen. Am Ende der Start-Ziel-Geraden sah ich, dass Florian einen Stockbruch hatte und nur mit einem Stock schieben konnte. ☹ Aber anscheinend hat er relativ schnell einen Ersatz bekommen, da er uns in der 2. Runde wieder eingeholt, bzw. überholt hatte. Schon relativ bald haben Stefan, Markus und ich uns zusammengefunden und meisterten die ersten 3 Runden, wie geplant, in diesem Zug. Die Rundenzeiten waren natürlich, bedingt durch die nasse Strecke und einem nur kleinen, 3-Mann-starken, Zug langsamer als, aber auch nicht wirklich langsam.            Am Ende der 3. Runde lies Markus eine kleine Lücke zu Stefan offen, die ich aber schnell wieder schließen konnte, allerdings gelang es Stefan in der 4. Runde, während ich mich verpflegte, wiederum eine Lücke zu reißen, die ich nicht mehr schließen konnte. Ab diesem Zeitpunkt fuhren Markus und ich unser Rennen. Wir wechselten uns in der Führungsarbeit ab, sahen aber Stefan nicht mehr. Somit hatten wir einen Podest Platz für uns ausgeschlossen. Es hörte zum Regnen auf, aber der glatte Asphalt trocknete einfach nicht ab. Runde um Runde wurden wir langsamer. Wir überrundeten Bernhard, der aber ein gutes Rennen machte.

In unserer 11. Runde war schon nicht mehr viel Publikum an der Strecke und die Verpflegungsstation war schon komplett abgebaut!? ☹  Zum Ende dieser 11. Runde übernahm ich die Führung und Markus blieb stur, bis kurz vor dem Ziel, dicht hinter mir. In den Abfahrten war er immer schneller als ich und so ging er auch in der letzten Abfahrt an mir vorbei. Schon waren wir auf der Zielgeraden. Nun nahm ich meine ganze Restkraft zusammen und machte einen Zielsprint, der mit Erfolg gekrönt wurde. Das Ziel erreichte ich nach 2:16:51 Stunden und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22,4 km/h. Es waren zwar 6 Minuten mehr als bei der Premiere, aber unter diesen Umständen bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden. Markus und ich gratulierten uns gegenseitig und waren glücklich, es wieder geschafft zu haben. Ab diesem Zeitpunkt wollte ich nur noch raus aus meinen völlig durchnässten Klamotten und Schuhen.

Kurze Zeit später war auch schon die Siegerehrung. Im Glauben, diesmal doch erwähnt zu werden, blieben wir. Allerdings wurden wieder nur die ersten 3 Sieger geehrt. ☹ Platz vier und folgende blieben unausgesprochen. Also gingen wir zum Parkplatz und machten uns auf die staureiche Rückreise.

Wenn ich die Ergebnisliste anschaue, bin ich, nach Felix, zweitbester deutscher Klassiker und auch 2., nach Stefan, in meiner Altersklasse AK3! ☺ 

Jetzt bin ich mal gespannt, ob dies jetzt wirklich die letzte Ausgabe von Skate The Ring ist!!?? Es wäre schade, wenn viele Sportler darunter leiden müssen, dass wenige sich nicht an die Regeln halten wollten! Denke aber, das Thomas uns rechtzeitig darüber informieren wird, ob STR und CTG wirklich jetzt schon Geschichte sind!?

Mein nächster Start wird am 29.09.2019 in der Tschechischen Republik in Liberec sein, wo ein 12-km-Berglauf der tschechischen Serie stattfindet. Werde euch natürlich auch darüber berichten.