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1. Moorgrund Skiroller Halbmarathon

Klaus Baake von der TSG-Ruhla, Abt. Wintersport 07, schrieb mir (und natürlich auch allen anderen Teilnehmer des 1. 2. und 3. Moorgrund-Skiroller-Marathons) per Mail, ob Interesse besteht, zum Saisonabschluss sowie als „Ersatzrennen“ für ausgefallenen Wettkämpfe, an einem Skiroller-Halbmarathon teilzunehmen? Meinerseits wurde das sofort bejaht! ☺

Gleichzeitig informierte ich Monty Gräßler (Buchautor „Wahnsinn Vasaloppet“) und Carsten Unger (erfolgreicher Amateur-Teilnehmer 2019 beim Nordenskiöldsloppet) über diesen Wettkampf.
Dies wäre eine gute Gelegenheit, um Monty wieder einmal zu sehen. Wir haben 2014 gemeinsam den Wasalauf gemeistert und uns auch danach ab und zu zum Trainieren oder bei einem Rennen getroffen. Leider hatte Monty keine Zeit um dabei zu sein! ☹  Und es wäre eine Möglichkeit, Carsten im richtigen Leben kennenzulernen. Bisher gab es nur Kontakt per Email. Carsten hatte bisher noch keinen Wettkampf auf Skiroller absolviert, dachte sich aber, dass dies doch die optimale Chance dafür ist, eine eigene Premiere bei einem Premierenrennen zu starten.

Da ich schon bei allen 3 vollen Marathons mit am Start war, kannte ich die Gegend und auch die Strecke. Nichtsdestotrotz planten Heidi und ich, mal wieder in den „Kaiserhof“ in Bad Liebenstein einzuchecken. Auch Carsten freute sich auf ein Kennenlernen (wäre sonst spätestens am 28.03.2020, mit Monty, am Startplatz vom Nordenskiöldsloppet 2020 geworden) und buchte das gleiche Hotel.

Wie verhext, änderte sich das gemeinsame Vorhaben. Heidi bekam eine starke Erkältung und beschloss, lieber daheim zu bleiben. Da die Buchung nicht zu stornieren war, fuhr ich am Samstag alleine gemütlich nach Thüringen und checkte um 14 Uhr ein. Kurze Zeit später kam auch Carsten. Nach der herzlichen Begrüßung und dem Austausch der unterschiedlichsten Sporterlebnisse beschlossen wir, dass ich ihm die Originalstrecke zeige und dies gleichzeitig als kleine Trainingseinheit nutze.

Der Start ist in Gumpelstadt und das Wetter war einigermaßen angenehm und vor allem trocken. Die Strecke weißt jetzt keine großen Steigungen oder steile Abfahrten auf, ist aber trotzdem nicht eintönig, sondern abwechslungsreich, da sich auf und ab ständig abwechseln. Nach der ersten vollen Runde liefen wir noch eine verkürzte und kamen so auf eine 45-Minuten-Einheit. Carsten war froh, die Strecke kennengelernt zu haben und auch erleichtert, dass sie keine „Gefahrenpunkte“ beinhaltet.
Auf dem Rückweg versuchten wir noch, ein Restaurant zu finden, bei dem wir den Bundesligaschlager Bayern-Dortmund anschauen können, wurden diesbezüglich aber nicht fündig. Also besuchten wir, nachdem wir geduscht und uns umgezogen hatten, eine Pizzeria in Bad Liebenstein. Das Essen war sehr lecker und der Abend war sehr unterhaltsam, da Carsten mir viele Bilder von Schweden zeigen konnte.
Wir gingen dann wieder zum Hotel und vereinbarten, dass wir uns um 9 Uhr zum Frühstück treffen. Eigentlich wollte ich noch bisschen fernsehen, spürte dann aber eine leichte Müdigkeit an den Augen, der ich Folge leistete und um 21 Uhr!!!!!! das Licht löschte und schlief.

Nach einem guten und ausgiebigen Frühstück fuhren wir nach Gumpelstadt. Wir waren die ersten. Kurz danach kam Klaus und begann mit dem Aufbau. So langsam füllte sich das Areal. Und auch mein Onkel Peter kam mit seiner vollen Haar-u. Barttracht (seit Aschermittwoch 2019 gilt der Haar-u-Barterlass für die Oberammergauer Bürger, die bei den Passionsspielen 2020 mitwirken). Nach dem Begleichen der 10,-€ Startgebühr und der Abholung der Startnummer (123) gingen wir noch, zum Aufwärmen (es war sonnig gemeldet, aber es hielten sich, bei 6°C, hartnäckig die Wolken), in meinen Bus. Der Start war um 13 Uhr und ab 12:30 war die Strecke zum Besichtigen frei gegeben. Immer mehr Sportler kamen und füllten das Startgelände. Peter und ich liefen, um die Roller aufzuwärmen, eine verkürzte Runde und es war schon kurz vor dem Start, als wir wieder zurückkamen. Also machte ich mich Rennfertig und begab mich aufs Startfeld. Es waren ca. 40 Teilnehmer gemeldet. Das Teilnehmerfeld war übersichtlich, trotzdem reihte ich mich eher nach hinten ein. Wollte vermeiden, dass ich zu schnell angehe und mich von Konkurrenten, die besser und schneller sind als ich es bin, mitreißen lasse. 
Pünktlich um 13 Uhr kam dann die Startklappe zum Einsatz und das Feld spurtete los. Es mussten 3 Runden absolviert werden.
Kurz nach dem Start kommt gleich der erste und steilste Anstieg und dadurch zog sich das Feld schon leicht auseinander. Mein Tempo fand ich relativ schnell, überholte paar vor mir laufende und reihte mich ein. Diesen Platz behielt ich eigentlich fast bis zum Schluss. Sehr gut bei diesem Streckenverlauf ist, dass jeweils nach den beiden Wendepunkten genau sichtbar ist, wer und wie weit derjenige noch entfernt ist. Peter sah ich natürlich immer weit vorne und Carsten war direkt hinter mir. So ging es bis zur 2. Runde, als Carsten mich überholte um auch Tempoarbeit zu leisten. Anfang der 3. Runde war ich wieder vorne und nach dem 1. Wendepunkt, bei leicht abfallender Strecke zog Carsten vorbei und ich schaffte es nicht, direkten Kontakt zu halten. Auch ein direkter Altersklassenkonkurrent war ca. 150 m vor mir und durch den Versuch, an Carsten ran zu kommen, kam ich der Nummer 121 immer näher und hoffte, dass ich ihn noch bis zum Ziel erreiche. Was mir leider nicht gelang! Das Ziel erreichte ich 10 Sekunden nach Carsten und 6 Sekunden Tobias. Meine Uhr zeigte 1:07:36 Std. und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 19,4 km/h. Ich war zufrieden! ☺

Nach der Abnahme der Startnummer (ein Lob an den Veranstalter für diese Trikot-Startnummern!!) gönnte ich mir einen heißen Tee und beobachtete die Teilnehmer, die nach mir ins Ziel rollerten. Dann machte ich mich auf den Weg zum Bus um mich umzuziehen und selbst da kamen mir noch Läufer entgegen. Als ich umgezogen war, ging ich wieder zum Zielbereich, aß eine Thüringer Rostbratwurst in der Semmel und wartete mit allen anderen auf die nahende Siegerehrung.
In meiner Altersklasse wurde ich als 3. aufgerufen ☺, bekam eine Bronzemedaille umgehängt und strahlte übers ganze Gesicht. Vergessen waren die 6 Sekunden, oder 50 m längere Piste, um auf der anderen Seite des Podestes stehen zu dürfen. Peter gewann seine Altersklasse und war Gesamtdritter. Carsten lief auf Platz 4 in seiner AK.
Für die Gesamtwertung wurden die Resultate unter Berücksichtigung der Altersleistungsfaktoren und des FIS-Rollskifaktors berechnet. Demnach wurde Klaus Baake, der die schnellste Zeit erreichte, auch dort Gesamtsieger vor Peter und Möller Sebastian. Platz 15 belegte ich, knapp vor Carsten, der auf Platz 17 kam. Herzlichen Glückwunsch euch allen!!!!

Carsten und ich bedankten uns noch bei Klaus für die Durchführung und dem Gelingen dieser Veranstaltung, verabschiedeten uns von den anderen Sportlern und begaben uns auf die Rückfahrt.                                      Hier möchte ich mich nochmals für dieses tolle Rennen bei den Organisatoren und Helfern bedanken und hoffe, dass es im nächsten Jahr die 2. Ausgabe des Moorgrund-Skiroller-Halbmarathons gibt!! ☺

Hier noch paar Werte, die mir meine Garmin mitgeteilt hat:

- Distanz  21,9 km    

- Höhenmeter 132          

- Durchschnittspuls 166           

- Maximalpuls 176              -

- Durchschnittsgeschwindigkeit 19,4 km/h   

- max. Geschwindigkeit 32,9 km/h    

- Zeit 1:07:36    

 

Am 14.12.2019 feiert der La Venosta in Italien seine Premiere und ich werde euch darüber gerne berichten!

Bis dann………..

Stefan Eich

Siegerehrung Moorgrund Skiroller Halbmarathon