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3. Moorgrund Skiroller Marathon

Skiroller Marathon Moorgrund

Ein Erlebnisbericht von Stefan Eich

 

Am 16.06.2019 war es wieder soweit. In Gumpelstadt/Moorgrund fand der 3. Moorgrund-Skiroller-Marathon, in der klassischen Technik, statt. Gleichzeitig war dies der 1. Lauf der neu ins Leben gerufenen „DSV-Rollski-Marathonserie“.

Für mich war es der 3. Start bei diesem Wettkampf. Vor 2 Jahren, dem Premierenlauf, gab es eine andere Streckenführung und es waren, wie auch im letzten Jahr noch, PU-Rollen erlaubt. Bei der gestrigen Ausgabe verlief die Strecke wie 2018, mit dem Start in Witzelrode und dem Ziel in Gumpelstadt, aber es musste einheitlich mit Leihrollern der Fa. SRB aus Zella-Mehlis gelaufen werden. Letztes Jahr musste ich nach knapp 10 Km leider aufhören, da sich, in der Startbereichskehre, ein Rad gelöst hatte und sich dadurch die Radaufhängung vom Holm komplett verbog. ☹

 

Aber jetzt ich fange mal von vorne an. ☺

Gumpelstadt liegt von mir 335 km entfernt. Da Sonntagfrüh mit relativ wenig Verkehr zu rechnen war, bin ich um 4:30 Uhr aufgestanden, habe gefrühstückt und war um 5 Uhr auf den Weg nach Thüringen. Die Fahrt verlief wie geplant und ich war um 8:15 Uhr am Startbereich, besuchte zuerst die Toilette, zahlte auf dem Rückweg die Melde- u. Skiroller-Leihgebühr, also insgesamt 27.-€, und bekam die Startnummer 33 ausgehändigt. Da der Start 4 km vom Ziel entfernt war, gab es die Möglichkeit mit dem „Shuttlebus“ an den Start zu gelangen oder selbst hinzurollern. Peter und ich entschieden uns für die Selbstanreise per Skiroller. Es war kein schönes Wetter, d. h., dass die Strecke nass war, da es leicht und permanent regnete/ /nieselte.

 

Im Startbereich angekommen sahen wir schon, dass die Servicemänner von SRB bereit waren, die Leihroller auszuhändigen. Es gab neue blaue CR08 mit langsamen Gummirollen, einem gesperrten Rad und gelben Spritzschutz. Wir testeten sie natürlich unverzüglich. Sie waren nicht die schnellsten aber meine hatten einen guten Geradeauslauf. So langsam füllte sich dann auch der Startbereich. Der 1. Startblock gehörte den besten 20 des letzten Jahres und die restlichen Starter versammelten sich im 2. Startblock. Pünktlich um 9.30 Uhr fiel der Startschuss. Stürze oder Stockbrüche habe ich keine gesehen und auch sonst war es ein eher ruhiger Start. Die Strecke beginnt mit einem relativ einfachen, ca. 4 km langen Flachstück. Ich versuchte, mich gleich dicht hinter meinen Vordermann zu positionieren und so lief ich schön gleichmäßig diese ersten 4 km zum Zielbereich. Dann sah ich meine Tante Louise an der Seite stehen und gab ihr meine Sonnenbrille. Durch diese Aktion verlor ich den direkten „Zug“ vor mir und rollerte paar Meter hinterher. Es kam die erste Steigung und der Abstand wurde größer, den ich auch in der anschließenden Abfahrt nicht verringern konnte. So rollerte ich überwiegend alleine. Von hinten kamen vereinzelt Konkurrenten, schaffte es aber nicht, mich an einen dran zu hängen. In der 3. Runde ging mir die Schubkraft aus, quälte mich über die Strecke und wurde relativ langsam. Bei km 25 wurde ich vom Spitzenduo überrundet (war froh, dass ich nicht, wie beim Biathlon üblich, rausgenommen wurde!). Das Gute bei diesem Streckenverlauf ist auch, dass ich immer wusste, wo sich denn gerade die direkte Konkurrenz befindet, da manche Abschnitte parallel gerollert werden und ich sah, wer vor und wer hinter mir lag und wie weit die Anstände zu diesen waren. In der 4. Runde ging es mir wieder besser und ich nahm die letzten Kilometer in Angriff. Ein Streckenposten fragte mich dann noch, ob ich der Letzte bin?? NEIN!!!, war natürlich meine Antwort. „3 Läufer sind noch hinter mir!“ Dass ich ihn nicht anlog bestätigte sich anschließend, denn alle 3 kamen mir später entgegen. Das Ziel erreichte ich dann in 2:50 Stunden. Hätte es gerne in 2,5 Stunden geschafft, aber mehr war heute einfach nicht drin. Meine Garmin zeigte einen Pulsdurchschnitt von 158 Schlägen/Min. und einen erreichten Maximalpuls von 173 an. Mein Maximalpuls ist 178. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei (sehr langsamen) 14,7 km/h.

Im Ziel wurde mir gleich die Startnummer abgenommen und ich begab mich zu meinem Bus um die nasse Kleidung zu wechseln. Trocken habe ich mir eine Bratwurstsemmel geholt und saß mit Louise und Peter auf den aufgestellten Bierbänken und wartete auf die Siegerehrung. Es ging relativ flott und in meiner Altersklasse wurde ich sogar als erster aufgerufen. Allerdings nur deswegen, weil ich sechster von 6 gestarteten in der AK 51 wurde und die das Feld von hinten aufgezählt haben. Es gab eine Urkunde für mich und für Peter, der in seiner AK 1. Wurde, eine Urkunde, eine Goldmedaille und einen Sponsoren-Rucksack.      Wir verabschiedeten uns und ich begab mich auf die Heimreise.

Das erste Rennen der neuen Serie ist nun vorbei. Froh darüber, dass es gut ging und ich keinen Sturz oder Materialschaden verbuchen muss, allerdings auch traurig, da dies das einzige Rennen bleibt. In Carlsgrün kann ich zeitlich nicht starten und beim letzten Rennen in Oberhof, am 29.09.2019 starte ich beim „Jested“ in Liberec/Tschechien.

Mein nächster Rennbericht wird vom „Climb the Goas“ sein.

 

Bis dahin schöne Grüße aus dem schwäbischen Bayern,

Stefan